Liebe Sympathisanten und Interessierte der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Seoul,
und schon sind wir wieder mittendrin im Jahr 2019. Das Rad dreht sich. Für diejenigen, die schon länger hier sind, wiederholen sich bestimmte Veranstaltungen. Gut, dass wir Rituale und gleiche Abläufe haben. Es erleichtert uns, wenn wir nicht alles neu erfinden müssen und strukturieren müssen.

Und doch ist einiges neu für die EGDS. Wie einige von Ihnen wissen, ist mein Dienst hier eine 3-jährige Projektstelle. 1,5 Jahre davon sind bereits abgelaufen. Mein Auftrag heißt „Gemeindeaufbau“. Eine Gemeinde aufbauen unter den Umständen in Korea ist eine große Herausforderung. Zum einen sind viele Menschen deutscher Sprache Expats, d.h. verweilen für eine Zeit hier und ziehen dann weiter und somit weg. Andere bleiben zwar länger, aber sind bereits in einer anderen koreanischen Kirche Mitglied.

Der Gemeindekirchenrat hat beschlossen, dass wir nun eine neue Strategie fahren müssen. Es muss etwas Neues her. Wir haben die Aufgabe die Gemeinde auf finanziell solide Beine zu stellen und dazu haben wir uns zu einer ungewöhnlichen Entscheidung entschlossen. Wir SENKEN den Mindestbeitrag unserer Mitgliedsbeiträge und erhoffen uns so, dass die finanzielle „Last“ auf mehreren Schultern verteilt wird. Wir hoffen auf die Selbsteinschätzung, wieviel Familien, Singles, Vielbesucher, Reiche, Wenigverdiener dazu beitragen wollen, so haben wir eine Staffelung von 600.000 KRW, 450.000 KRW oder dem Mindestbeitrag von 360.000 KRW festgelegt.

Vielleicht gibt es schon die eine oder den anderen, die mit dem Gedanken spielen, beitreten zu wollen. Es ist viel mehr, als dass Sie den Gottesdienst finanzieren. Für die Menschen, die unsere Veranstaltungen wie Gottesdienste, Kunterbunte Kindernachmittage, Religionsunterricht, Konfirmandenunterricht, Gemeindefest, Gemeindefreizeit, Gemeindeausflug oder Gesprächskreise, besuchen, ist es ein Stück „Zuhause“ in der Ferne finden.

Weiterhin zu nennen wäre die Partnerschaft mit der presbyterianischen koreanischen Kirche PROK, die wir dieses Jahr mit einem 20-jährigem Jubiläum feiern werden, anlässlich dazu klassische Konzerte oder ganz neu eine Gemeindefreizeit in den Osterferien. Und nicht zu unterschätzen das seelsorgerliche Angebot und eben das Gespräch zwischendurch. Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie Qualität, die Verbreitung und Umsetzung christlicher Werte und sind Teil einer Solidargemeinschaft. Wie privilegiert sind wir, dass wir dazu in der Lage sind?

Ich bin es nicht gewohnt wie die koreanischen (Mega-)Kirchen offensiv um Geldmittel zu werben, ich halte auch nichts von kurzfristigen Lockangeboten, sondern vertraue auf eine langsame, stetige, langfristige Entwicklung durch vertrauensschaffende Maßnahmen und die eigene Motivation und Eigeninitiative.

Für ein lebendiges Gemeindeleben brauchen wir Ihre Talente, Ihre Ideen und vor allem Hände, diese Dinge auch umzusetzen. Werden Sie Teil dieser Gemeinschaft, bringen Sie sich und Ihre Gaben ein. Der Vorteil der ständigen Fluktuation ist: wir sind keine eingeschworene Gruppe. Jederzeit sind Sie willkommen. Uns kennzeichnet die Neuheit aus. Natürlich können Sie sich auch anders einbringen. Es gibt beispielsweise Menschen, die ehrenamtlich die finanziellen Ausgaben im Blick haben, andere die einen Kuchen für den Kirchkaffee spenden oder sich im Kindergottesdienst engagieren. Mir fällt eine neue Person in unserer Mitte ein, die Kunsthistorikerin ist, und sicherlich den ein oder anderen interessanten Vortrag halten wird oder vielleicht haben Sie Lust einmal im Monat den Rotwein für das Abendmahl zu spenden oder Druckerpapier?

Wir sind nun mal eine Freiwilligkeitsgemeinde, die nicht ausschließlich aus Kirchensteuermitteln aus Deutschland finanziert werden. Startkapitel ist uns durch die Einrichtung meiner Pfarrstelle gegeben, jetzt heißt es, selbständig weiter laufen können.

Ende Februar werden wir von der EKD besucht, die Finanzen werden auf den Tisch gelegt und die Entscheidung über eine Verlängerung der Pfarrstelle wird dann gefällt. Dazu brauchen wir ausreichend neue Mitglieder, um die positive Entwicklung dieser Gemeinde zu zeigen.
Also Hand aufs Herz: 360.000 KRW pro Jahr pro Haushalt, wäre das nicht etwas für Sie?

Ich freue mich auf Ihre Reaktionen.

Im Namen des Gemeindekirchenrates der EGDS und der Vorsitzenden Martina Marek
Ihre Pfarrerin Mi-Hwa Kong.

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